Über die Craniosacrale Therapie (Cranio)

Craniosacrale Therapie, was macht die Cranio besonders

Die Craniosacrale Therapie, auch Cranio genannt, ist eine manuelle, sehr sanfte und körperorientierte Behandlungsform. Sie basiert auf der Arbeit mit dem Craniosacralen Rhythmus, der sich im feinen Pulsieren der Gehirn und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) zeigt. Diese Flüssigkeit nährt, bewegt und schützt das empfindliche Nervensystem, vom Schädel (Cranium) bis zum Kreuzbein (Sacrum , und ist am ganzen Körper tastbar.

Bei der Craniosacralen Therapie gibt es einen Rhythmus auch “Atem des Lebens” genannt

Neben den Rhythmen von Atem und Herzschlag ist der Craniosacrale Rhythmus ein weiterer Rhythmus und wird auch als “Atem des Lebens” bezeichnet. Der Craniosacrale Rhythmus ist wie schon erwähnt spürbar und drückt sich als Bewegung der Schädelknochen oder auch als sehr sanfte Bewegung an jeder Stelle des Körpers aus.

Als Craniosacrale Therapeutin gehe ich mit diesen Bewegungen in Verbindung. Sie können sich diesen Kontakt wie ein empathisches Zuhören auf körperlicher Ebene vorstellen. Dieser Kontakt kann folgende Reaktionen hervorrufen: Körperteile können mit Ausgleichsbewegungen antworten, Gewebe kann pulsieren, verhärtete Stellen zeigen sich. Durch die Behandlung lernt das System, sich wieder an die innewohnenden Kräfte zu erinnern. Die in Gang gesetzten körpereigenen Mechanismen können tief und nachhaltig sein.

Bei Cranio – die eigentliche Erklärung findet auf er Liege statt

Wir können die Craniosacrale Therapie  nur bis zu einen bestimmten Punkt erklären, den Rest machen unsere Hände. Auf der Liege findet die eigentliche Erklärung statt. Ich freue mich diese besondere Erfahrung mit Ihnen zu teilen.

Andrew Taylor Still (1828 – 1917)

Begründet wurde die Osteopathie vom Amerikaner Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917).

Stills Philosophie der Osteopathie ist nur im Kontext mit seiner Lebensgeschichte und eingebettet in seine Zeit zu verstehen. Sie wurde geprägt von einem neugierigen, selbst-kritischen Geist und seinen tiefen spirituellen Einblicken in die Wunder der Natur und der Glaube an die Vollkommenheit der Schöpfung.

Als Sohn eines methodistischer Priesters und Arztes wurde er als drittes von neun Kindern in Virginia geboren. Wie sein Vater wurde er auch Landarzt, hatte aber das Vertrauen in die medizinschen Therapien seiner Zeit verloren, nachdem er den Tod seiner ersten Frau und zweier seiner Kinder erlebte. Nachdem er neu heiratet starben drei seiner Kinder an Meningitis und ein weiteres an einer Lungenentzündung. Die Erfahrung solch extremer persönlicher Verluste trotz medizinischer Versorgung hat Still völlig gebrochen. Es folgten Jahre des Studiums, Nachdenkens und Experimentierens, bis er schließlich ein neues ganzheitliches medizinisches System entwickelte. In dem Verständnis, dass innere Selbstheilungskräfte am wirken sind, dass der Körper vollkommen ist und Gesundheit immer vorhanden ist. Er nannte diesen neuen Ansatz Osteopathie. 

1897 gründete er in Kirksville, Missouri, die American School of Osteopathy. Seine Therapiemethoden wurden sehr schnell sehr erfolgreich. Die Grundzüge der Osteopathie sind auch für die craniosacrale Arbeit maßgebend. Sie lauten:

  1. Die Betrachtung des Körpers als eine Einheit

Körper, Geist und Seele sind miteinander vernetzt und stehen in enger  Wechsel- beziehung zueinander. Alle Zellen, Gewebe und Organe arbeiten zusammen und sind als eine Einheit anzusehen.

  1. Der Körper verfügt über starke Selbstheilungskräfte

Jeder Körper trägt in sich die Weisheit und Fähigkeit, sich selbst zu regulieren und zu heilen. Überwiegen die krankmachenden Kräfte, ist es wichtig die Selbstheilung wieder zu aktivieren und zu unterstützen.

  1. Struktur und Funktion stehen in enger wechselseitiger Beziehung miteinander

Die Struktur (Anatomie) bestimmt  die Funktion (Physiologie) eines Gewebes,

Durch das Studium einer Struktur bekommen wir Hinweise auf ihre Funktion und können diese über die Struktur lenken und beeinflussen. Anfangs setzte Still in seiner Arbeit an den Knochen an (daher der Name Osteopathie), später auch an jeglichem Gewebe, sogar den Körperflüssigkeiten.

  1. Die Beweglichkeit aller Strukturen ist von großer Bedeutung

Alles was lebt, fließt. Beweglichkeit bedeutet Lebendigkeit, Anpassungsfähigkeit, Gesundheit.

„ Gesundheit zu finden, sollte das Ziel des Arztes sein,

Krankheiten finden kann jeder.“

A.T. Still

Dr. William Garner Sutherland (1873 – 1954)

William Garner Sutherland führte die Osteopathie weiter und entwickelte die craniosacrale Behandlungsmethode als eigenständige Therapieform. 

Während des Osteopathiestudiums  bei A.T. Still entdeckte er einen „gesprengten“ Schädel in einer Vitrine. Die einzelnen Schädelknochen waren getrennt voneinander angeordnet, sodass man genaue Details in den Strukturen beobachten konnte. Besonders die Verbindungsflächen zwischen dem großen Keilbeinflügel und der Schuppe des Schläfenbeins interessierten ihn. Bei der Betrachtung durchfuhr ihn plötzlich ein Gedanke: „Abgeschrägt wie die Kiemen eines Fisches, was auf eine gelenkige Bewegung hinweist für einen primär respiratorischen Mechanismus“. 

Seine Folgerung war:“ Die Knochen des Schädels müssen für Atembewegung gebaut sein.“

Sutherland folgte seiner ersten Inspiration im Jahre 1901 und begann seine lebenslange Beschäftigung mit dem, was heute Craniosacral-Therapie genannt wird.

Dieser Gedanke machte zuerst zu diesem Zeitpunkt keinen Sinn für ihn, denn in der Schulmedizin wird bis heute noch gelehrt, dass ab einem bestimmten Alter die Schädelknochen verknöchert und unbeweglich miteinander verbunden sind. 

Sutherland wollte nun die Idee von Beweglichkeit zwischen den Schädelknochen widerlegen und er begann mit seinen Forschungen. Er trennte z.B. an einem Schädel die einzelnen Knochenteile voneinander und untersuchte diese genau Die Frage nach dem Sinn der unterschiedlichen  Anordnung der Schädelnähte lies Sutherland jedes kleinste Detail der Schädelknochen studieren. Denn gemäß dem Prinzip der Osteopathie, dass Struktur und Funktion in enger wechselseitiger Beziehung zueinander stehen, suchte er nach Hinweisen auf seine auftauchenden Fragen. Doch je mehr er forschte, um so mehr wurde deutlich, dass jeder Schädelknochen eigene Bewegungen ausführen musste und konnte. 

Er baute sich einen Helm, mit dem er an verschiedenen Stellen am Kopf Druck ausüben konnte und erkannte in diesen Selbstversuchen welche verschiedenen Krankheitsbilder auftauchen, wenn Einschränkungen bestehen. Diese Restriktionen konnte er dann mit seinen Händen wieder lösen und die Symptome, wie Kopfschmerzen, Halluzinationen, Manien usw. verschwanden wieder. Sutherland entwickelte daraus dann ein eigenes Heilsystem.

Im Alter von 75 Jahren vollzog Sutherland eine wichtige Veränderung in seinem craniosacralen Konzept. Er hatte eine zweite Inspiration. Er beobachtete, wie sich eine Störung im Körper eines Klienten ohne Krafteinwirkung durch den Therapeuten auflöste.

Er nannte diese selbst korrigierende Kraft den Lebensatem (Breath of  Life).

Sanftheit wurde der Schlüssel, er begann, die selbst korrigierende Weisheit, die Auswirkung des Lebensatems auf die Zerebrospinalflüssigkeit als die primäre Heilungsquelle zu sehen und damit in Kontakt zu gehen. Er veränderte die Qualität der Berührung weg vom gezielten Druck bis hin zu gar keinen Druck.

Immer wieder holte er sich Kraft daraus, der „Stille zuzuhören“, gemäß dem Bibelzitat: „sei still und wisse“. 

Mit seiner Heilarbeit hatte Sutherland großen Erfolg, wurde aber von der Schulmedizin nicht anerkannt. Nach 30 Jahren veröffentlichte Sutherland unter einem Pseudonym „Blunt Bone Bill“ seinen ersten Artikel über seine Erkenntnisse.

Sein erstes Buch „The cranial bowl“ veröffentlichte er 1939. Hier beschreibt er die Erkenntnisse seiner Forschungen und Grundlagen  der craniosacralen Osteopathie, z.B., dass sich der Schädel rhythmisch bewegt, er nannte dies die craniale Atmung. 

Während des Osteopathiestudiums  bei A.T. Still entdeckte er einen „gesprengten“ Schädel in einer Vitrine. Die einzelnen Schädelknochen waren getrennt voneinander angeordnet, sodass man genaue Details in den Strukturen beobachten konnte. Besonders die Verbindungsflächen zwischen dem großen Keilbeinflügel und der Schuppe des Schläfenbeins interessierten ihn. Bei der Betrachtung durchfuhr ihn plötzlich ein Gedanke: „Abgeschrägt wie die Kiemen eines Fisches, was auf eine gelenkige Bewegung hinweist für einen primär respiratorischen Mechanismus“. 

Seine Folgerung war:“ Die Knochen des Schädels müssen für Atembewegung gebaut sein.“

Sutherland folgte seiner ersten Inspiration im Jahre 1901 und begann seine lebenslange Beschäftigung mit dem, was heute Craniosacral-Therapie genannt wird.

Dieser Gedanke machte zuerst zu diesem Zeitpunkt keinen Sinn für ihn, denn in der Schulmedizin wird bis heute noch gelehrt, dass ab einem bestimmten Alter die Schädelknochen verknöchert und unbeweglich miteinander verbunden sind. 

Sutherland wollte nun die Idee von Beweglichkeit zwischen den Schädelknochen widerlegen und er begann mit seinen Forschungen. Er trennte z.B. an einem Schädel die einzelnen Knochenteile voneinander und untersuchte diese genau Die Frage nach dem Sinn der unterschiedlichen  Anordnung der Schädelnähte lies Sutherland jedes kleinste Detail der Schädelknochen studieren. Denn gemäß dem Prinzip der Osteopathie, dass Struktur und Funktion in enger wechselseitiger Beziehung zueinander stehen, suchte er nach Hinweisen auf seine auftauchenden Fragen. Doch je mehr er forschte, um so mehr wurde deutlich, dass jeder Schädelknochen eigene Bewegungen ausführen musste und konnte. 

Er baute sich einen Helm, mit dem er an verschiedenen Stellen am Kopf Druck ausüben konnte und erkannte in diesen Selbstversuchen welche verschiedenen Krankheitsbilder auftauchen, wenn Einschränkungen bestehen. Diese Restriktionen konnte er dann mit seinen Händen wieder lösen und die Symptome, wie Kopfschmerzen, Halluzinationen, Manien usw. verschwanden wieder. Sutherland entwickelte daraus dann ein eigenes Heilsystem.

Im Alter von 75 Jahren vollzog Sutherland eine wichtige Veränderung in seinem craniosacralen Konzept. Er hatte eine zweite Inspiration. Er beobachtete, wie sich eine Störung im Körper eines Klienten ohne Krafteinwirkung durch den Therapeuten auflöste.

Er nannte diese selbst korrigierende Kraft den Lebensatem (Breath of  Life).

Sanftheit wurde der Schlüssel, er begann, die selbst korrigierende Weisheit, die Auswirkung des Lebensatems auf die Zerebrospinalflüssigkeit als die primäre Heilungsquelle zu sehen und damit in Kontakt zu gehen. Er veränderte die Qualität der Berührung weg vom gezielten Druck bis hin zu gar keinen Druck.

Immer wieder holte er sich Kraft daraus, der „Stille zuzuhören“, gemäß dem Bibelzitat: „sei still und wisse“. 

Mit seiner Heilarbeit hatte Sutherland großen Erfolg, wurde aber von der Schulmedizin nicht anerkannt. Nach 30 Jahren veröffentlichte Sutherland unter einem Pseudonym „Blunt Bone Bill“ seinen ersten Artikel über seine Erkenntnisse.

Dr. John Upledger (1931-2012):

Dr. John Upledger, ein kraftvoller, charismatischer Mann und rebellisches Genie, hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass die Craniosacrale Therapie heute so verbreitet und beliebt ist.

Dr. John Upledger wurde in Detroit, Michigan, geboren. Er wurde ein Doktor der Osteopathie, ein Allgemeinarzt und ein Chirurg.  Als junger Osteopath, der bei einer Wirbelsäulenoperation assistierte, war er 1971 erstaunt, eine niedrige, pulsierende Bewegung in den Wirbelsäulenmeningen des Patienten zu sehen. Er versuchte die Membran ruhig zu halten, konnte es aber nicht, da der Puls so hartnäckig war. Diesem Phänomen widmete er seinen Forschungstätigkeiten.

Von 1975 bis 1983 leitete er als Professor und klinischer Forscher an der Michigan State University ein Team, um diesen mysteriösen Puls und die Vorstellung von Dr. William Sutherland in den 1930er Jahren zu untersuchen, dass sich die Schädelknochen subtil und rhythmisch bewegten.  Durch seine Forschungen formulierte er die Arbeit aus wissenschaftlicher Sicht neu und entwickelte CranioSacral Therapy, einen Ableger der kranialen Osteopathie (oder Osteopathie im kranialen Bereich), den William Garner Sutherland in den 1930er Jahren entwickelte. 1985 gründete er die Upledger-Klinik in Palm Beach Gardens, Florida, sowie das begleitende Upledger-Institut, in dem Therapeuten auf der ganzen Welt ausgebildet wurden. Sein Institut war das erste, das Nicht-Osteopathen in CraniaSacral-Therapie ausbildete. Er gründete auch die „SomaticEmotional Release“ -Methode und führte Traumaarbeit ein, die erstmals emotionale Arbeit in die CranioSacral-Therapie einbezog. Das Upledger Institut existiert noch heute und unterrichtet CST weiterhin auf traditionelle Weise.

Zitate “Das Craniosacrale System ist der Ort, an dem Körper, Geist und Seele zusammenkommen.”

– Dr. John E. Upledger  ”

Was wir tun, ist, Hindernisse zu beseitigen, wie Steine ​​von der Straße zu entfernen.”

– Dr. John E. Upledger